Rohmaterial
01.November 2016
Langsam beginne ich, das Rohmaterial aufzubereiten. Es ist viel vorhanden, aber es ist unbearbeitet. Manches muss
man nur ein wenig nachfeilen, aber das meiste muss gründlich umgestaltet werden.
Lyrik, Fragmente und Teile von in Entstehen begriffenen Geschichten bringe ich in eine präsentierbare Form
obwohl es ja kein interessiertes Publikum dafür gibt. Aber um der Sache willen sollten sie gut sein.
Themen ...
30.November 2014
Nach der Übersiedlung der Seite auf einen fernen Ort geriet sie aus dem Blickwinkel der Suchmaschinen. Es ist gut so.
Das Thema, das mich immer wieder heimsucht, ist die Bedeutung und Tragweite des Todes. Gelogen hat der Mensch der behauptet, das Thema berühre ihn nicht. Dennoch kann der Geist, vorausgesetzt er
sitzt im Gehirn, dieses Thema nicht erfassen.
Gibt es das Leben nach dem Tod? Kann es sein, dass die Neuronen aufhören zu arbeiten, und dennoch bleibt Aktivität? Alle Emotionen, Geisteserregungen lassen sich schon auf die
geeigneten Hirnareale und Nervenbahnen zurückführen. Was bleibt denn dann noch. Dieses Universum begreife ich nur, weil ich Teile davon wahrnehme und mir die anderen durch Gedankenprozesse erschließe.
Was geschieht denn dann mit diesem Universum, wenn dieses denkende Hirn sich aufgelöst hätte?
Das reicht aber noch nicht als Beweis für das Leben nach dem Tod. Denn wenn danach nichts mehr für mich ist, wer sagt mir denn, dass denn nachher überhaupt noch etwas ist?
Wiederbesucht
22. Mai 2012
Nun ist es soweit. Mehr als ein Jahr lag diese Seite hier, unbesucht und unentdeckt,
die Suchmaschinen finden sie zwar inzwischen schon, aber das macht nichts. Niemand
interessiert sich ernsthaft dafür.
Jetzt ist also der rechte Zeitpunkt gekommen, die wahren Fragen zu klären. Über die dunklen
Seiten der Warnsignalen können wir uns nun an die echten Grenzen herantasten. Kann der menschliche
Geist die Tiefen erfassen, kann unsere Wahrnehmung so scharf werden, dass wir diese
endgültigen und unwiederholbaren Erfahrungen vorausnehmen und vorweg erforschen können?
Eingelebt
12. Januar 2011
Die Seite hat sich auf seinem Platz gut eingelebt. Sie existiert, unbeachtet von der Welt ringsum
auf ihrem neuen Platz. Die Suchfühler der Maschinen finden nur noch den alten, leeren, verlassenen
Ort, wo sie ins Leere greifen.
Das neue Jahr ist über uns gekommen, mit vielen Vorsätzen und Ideen, aber sie werden verfallen, wie
in all den Jahren zuvor. Aus der Tiefe kommen Stimmen, die erzählen, was in Wahrheit dahinter
steckt: Die Angst vor der Vergänglichkeit, verborgen und vergraben in Hyperaktivität und vorgetäuschter Energie.
Wieder da
8. Dezember 2010
Sie sind wieder aufgetaucht, die Warnsignale. Kurz mussten sie in die Versenkung gehen, weil
es unvermittelt Leser gab. Leser, die ihnen Aufmerksamkeit schenkten. Wie kann denn das sein?
Nun, sie waren abgetaucht und sie sind wieder da. Der gequälte Autor hat sich hier nur mehr
mit seiner Paraphe unterzeichnet, sodass ihm nicht mehr Beachtung zukomme, als ihm zusteht.
Der Winter ist wieder eingekehrt und mit ihm die trüben Gedanken und Stimmungen. Es war daher
höchst an der Zeit, wieder zu erscheinen und die Signale abzugeben.
Wo geht es hin ?
3. März 2010
Es wird kein klarer Weg. Die Ideen kommen und sprudeln, aber sie führen nirgendwo hin.
Allein die Inspiration lässt die Texte entstehen, aber es steckt keine Intention dahinter.
Kein Weg lässt sich in den Schöpfungen erkennen.
Frühling zieht langsam ins Land und er lässt sich verdammt lange Zeit, so als wollte er uns sagen:
Ich weiß dass ihr mich braucht, aber ich möchte euch noch betteln lassen, bevor ich euch meine
Kraft und Energie gebe.
Grausamer Frühling, immer schon warst du mir eine Zeit der Tränen und der Bitternis; und dieses Jahr
wiederholst du deine Tortur besonders genussvoll; und du lässt den sterbenden Winter noch Kälte schicken,
bevor du wirklich kommen willst.
Die Wolken ziehen zu
03. Februar 2010, PJ
Nach einer längeren Pause, in der ich über neue Gedichte und Ideen nachdachte, blieb die Seite
ein wenig liegen, aber rechtzeitig bevor der erste Enthusiasmus verflaute, schwappte eine Welle
tiefster Depression über mich herein, gerade die richtige Stimmung, um neue
Werke zu produzieren.
Ich ritt geradezu auf den wogenden Emotionen und die düsteren Wolken meiner Stimmung
machten alles bereit, neue Tinte aus meiner Feder fließen zu lassen.
Die Werke könnt ihr jetzt nach und nach bewundern; das
Einstiegsgedicht ist bereits online.
Dunkles aus der Traumwelt
28. Dezember 2009, PJ
Rechtzeitig vor Weihnachten kam mir die Inspiration, die "Warnsignale" wieder ertönen zu lassen.
Die Warnsignale aus der Traumwelt waren ursprünglich ein Gedicht-Zyklus aus meinen jungen Jahren, voll
der Verzweiflung über den Zustand der äußeren und inneren Welt (zwischen welchen beiden die Grenzen immer wieder
zu verschwimmen drohten.)
Damals waren die Poeme mit viel Weltschmerz und Liebesleid verbunden; welche Leiden zwar mit den Jahren nicht
verschwunden, aber doch merklich abgeflacht sind. Nichtsdestotrotz meldete sich das Unbewusste im Herbst dieses Jahres 2009
zu Wort, so dass ich eine neue Verzweiflung an der Realität als Thema der aktuellen Winter- und Weihnachtsdepression machen kann.
Ich hoffe, die schwindende Leserschaft erfreut sich mit mir der Leiden und der stumpfen Trauer und kann es ebenso wie ich
genießen, den dunklen Gefühlen endlich fernab jedweder berufsbedingt erzwungenen Happyness frei nachzuhängen.
Wobei ich jetzt einschränken muss: Freude zu wünschen wäre ja ein Hohn, aber vielleicht darf ich hoffen,
dir, verirrter Leser, die Erfüllung zu widmen.